Frieden statt Krieg – Waffenexporte stoppen!

Auch der Arbeitskreis Internationale Solidarität Heilbronn (AKISHN) beteiligt sich an der Kampagne „Die Karten neu mischen… Frieden statt Krieg – Freiheit statt Repression – Weg mit dem PKK-Verbot!“. Neben unseren Transparenten waren wir auch mit einem Redebeitrag bei der Kundgebung „Frieden statt Krieg – Waffenexporte stoppen!“ letzten Donnerstag vertreten. Diesen Dokumentieren wir im Folgenden:

Deutschland führt Krieg. Seit fast zwei Jahrzehnten wird dieMilitarisierung der Gesellschaft immer weiter voran getrieben. DieBundeswehr drängt zunehmend in die Öffentlichkeit und versucht, sich als„normaler Arbeitgeber“ zu etablieren. Auf dem Weg zur weltweitenInterventionsarmee wurde die Wehrpflicht abgeschafft und ein reinesBerufsheer geschaffen. Mittlerweile laufen 16 Auslandseinsätze derBundeswehr, beispielsweise in Afghanistan, auf dem Balkan und imMittelmeer. Die Imagekampagnen der Bundeswehr kosteten im vergangenenJahr ca. 30 Millionen Euro. Geld, das beispielsweise im sozialen Bereichbitter benötigt wird. Offiziere haben allein 2014 über 10.000 Vorträgean Bildungseinrichtungen gehalten, um Kriege und bewaffneteInterventionen als normal, natürlich und unabdingbar für „Frieden“ und„Sicherheit“ zu propagieren. Die neueste Werbekampagne zum 60. Jahrestagder Gründung der Bundeswehr, „Mach was wirklich zählt“, wirbt dementsprechend auch unter anderem mit dem Spruch „Krisenherde löschst dunicht mit Abwarten und Teetrinken“.

In Wirklichkeit geht es aber nicht um Verantwortung oder Friedenssicherung. Es geht um geo-strategische Interessen,Rohstoff-Sicherung und um die gewalttätige Aufteilung der Welt. Die BRDmischt mittlerweile weit vorne mit. Sie ist nicht mehr ein von den USAund der NATO gehaltener Brückenkopf in Europa, sondern eineselbstständige, militärische Macht im großen Spiel des Imperialismus. Die militärischen Aggressionen der NATO und der Export auch vondeutschen Rüstungsgütern bringen millionenfaches Leid, Tod und Elendüber weite Teile der Welt. Die Profiteure der Kriege sitzen hier. Sieheißen Rüstungsfirmen, Chemieunternehmen, Stahlindustrie, Deutsche Bank, kurzum die deutsche Wirtschaft.

Die Militarisierung zeigt sich auch in der Sprache der Herrschenden. „Wir“ müssen „Verantwortung“ in der Welt übernehmen und „wir“ könnennicht tatenlos zusehen.Als Antimilitaristinnen und Antimilitaristen, Lohnabhängige und Arbeitende haben wir jedoch kein Interesse an einem brennenden Planeten. Es geht nicht um unseren Wohlstand, sondern um die Profite der Herrschenden. Deshalb kämpfen wir unter anderem gegenBundeswehrauftritte in Bildungseinrichtungen, Waffenexporte undKriegseinsätze der Bundeswehr. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemandaus Deutschland, aus der Türkei oder aus Kurdistan kommt. Uns vereintdas gemeinsame Ziel einer solidarischen und friedlichen Welt ohneAusbeutung, Kriege und Unterdrückung. Damit müssen wir im Kleinenanfangen, nach dem Motto „global denken, lokal handeln!“. Denn auch hierin Heilbronn sitzen Profiteure von Aufrüstung und Krieg.

Hoch die internationale Solidarität!