Archiv für September 2012

Beitrag zur antimilitaristischen Aktionswoche


Am Samstag, den 29. September 2012, gab es im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche „Für militärfreie Bildung und Forschung“ verschiedene Aktivitäten in der Heilbronner Innenstadt. Rund 25 Aktivistinnen und Aktivisten und zahlreiche Interessierte beteiligten sich an einer Kundgebung auf dem Kiliansplatz unter dem Motto „Gemeinsam gegen Krieg und Militarisierung“.
Auf mehreren Stellwänden wurden Informationen über den Umbau der Bundeswehr zu einer international agierenden Interventionstruppe, über die BRD als Rüstungsexporteur und über die fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft durch die Anwesenheit der Bundeswehr an Schulen, Hochschulen, auf Bildungsmessen und in Arbeitsagenturen präsentiert. Zusätzlich wurden kurze Redebeiträge verlesen und im Umfeld der Kundgebung zahlreiche Flyer verteilt, um auf die Aktion aufmerksam zu machen. (mehr…)

Bundeswehr raus aus Bildung und Forschung – Gemeinsam gegen Krieg und Militarisierung!

Die Bundeswehr ist weltweit immer wieder an zahlreichen Kriegseinsätzen beteiligt.
Seit dem Angriffskrieg auf Jugoslawien im Jahr 1999 sind alle Hemmungen gefallen und deutsche Soldatinnen und Soldaten verteidigen rund um den Globus die politischen und ökonomischen Interessen der herrschenden Klasse. In Afghanistan war die Bundeswehr seit 2001 führend an Krieg, Zerstörung und Besatzung beteiligt und befreite sich damit von allen geographischen Einschränkungen. Berühmt wurde in diesem Zusammenhang das Motto des damaligen Verteidigungsministers Struck (SPD), nach dem Deutschlands Sicherheit auch am Hindukusch verteidigt werde. (mehr…)

Aktionen zum Antikriegstag


Am 1.September 2012 führten Antimilitaristinnen und Antimilitaristen in Heilbronn mehrere kleinere Aktionen zum traditionellen Antikriegstag durch.

Mitten in der Fußgängerzone fanden sich am Nachmittag rund 20 Aktivistinnen und Aktivisten zu einer spontanen Kundgebung zusammen. Mehrere Personen ließen sich dabei -von Maschinengewehrsalven aus einem Lautsprecher begleitet- mit „blutbespritzten“ Tüchern bedeckt auf den Boden fallen und blieben dort regungslos liegen. Die restlichen Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner verteilten Flugblätter an die interessierten Passantinnen und Passanten und stellten mit einem Transparent und einem über Megaphon verlesenen Redebeitrag den Bezug zum Antikriegstag und einer deutlichen Absage an imperialistische Kriegspolitik, Rüstungsexporte und die zunehmende Präsenz der Bundeswehr an Schulen her.
Die Aktion kam gut an, von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einer zufällig vorbei ziehenden „Antifaschistischen Stadtführung“ der VVN kam laustarker Applaus. An einer vielbefahrenen Bundestraße im Stadtgebiet wurde zudem ein Transparent aufgehängt.

Auch an der offiziellen Gedenkveranstaltung des DGB im Innenhof des Heilbronner Rathauses beteiligten sich Aktivistinnen und Aktivisten mit Transparent und Flugblättern. Als der als Hauptredner angekündigte SPD- Bundestagsabgeordnete Josip Juratovic ans Mikrofon trat, verließen die Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner allerdings geschlossen die Veranstaltung.
Der von der Heilbronner DGB- Regionssekretärin als „unser Bundestagsabgeordneter aus der Region“ angekündigte Juratovic hat sowohl am 28.Januar 2011 als auch am 26.Januar dieses Jahres für die Fortsetzung der Beteiligung deutscher Soldaten am ISAF- Einsatz in Afghanistan gestimmt.
Anders als die über 100 Abgeordneten verschiedener Parteien, die gegen die Fortführung votierten.
Wer sich offen zum blutigen Kriegseinsatz des deutschen Militärs in Afghanistan bekennt und diesen als Bundestagsabgeordneter mitverantwortet, der ist als Redner auf einer antimilitaristischen Veranstaltung unglaubwürdig und fehl am Platz.
Dass der Auftritt Juratovics trotzdem nicht gestört oder verhindert wurde, ist in diesem Fall politisch richtig und zeugt von dem Verantwortungsbewusstsein der Aktivistinnen und Aktivisten. Eine Gedenkveranstaltung am Jahrestag des Überfalls der faschistischen Wehrmacht auf Polen 1939 ist nicht der richtige Ort für offensive Auseinandersetzungen und Aktionsformen.

Gemeinsam gegen Krieg und Militarisierung!
Hoch die internationale Solidarität!

Mehr Bilder hier: https://linksunten.indymedia.org/de/node/66431